Unterwegs zum Schutz der Fledermäuse

Screenshot www.sonntagsblatt.de
Screenshot www.sonntagsblatt.de

Das Evangelische Sonntagsblatt berichtete im September über die Arbeit von Fledermausbetreuerin Birgitte Schütze.

Immer der Nahrung nach

Bekassine auf Nahrungssuche im Teublitzer Weihergebiet (Foto: M. Nowak)
Bekassine auf Nahrungssuche im Teublitzer Weihergebiet (Foto: M. Nowak)
Ein Schwarzhalstaucher, der im Teublitzer Weihergebiet eine Rast einlegt. (Foto: M. Nowak)
Ein Schwarzhalstaucher, der im Teublitzer Weihergebiet eine Rast einlegt. (Foto: M. Nowak)

Mehr als 50 Millionen bayerische Zugvögel verlassen im Herbst ihre Brutgebiete und reisen in den Süden. Warum tun sie das und wie schaffen sie die oft lange Reise?
Hermann Rank aus Maxhütte-Haidhof nahm die Besucher eines Vortrags beim Landes-bund für Vogelschutz, Kreisgruppe Schwandorf (LBV), mit auf die Reise zum "Abenteuer Vogelzug". Und das begann mit einem Storch, der 1822 von einem Pfeil durchbohrt an der Ostseeküste gefunden wurde. Der Pfeil stammte aus Ostafrika und gab den ersten Hinweis darauf, wohin die Vögel im Herbst verschwinden.
Hermann Rank: "Lange Zeit dachte man, die Vögel würden am Grund von Gewässern überwintern. Durch das Beringen von Vögeln und neue Möglichkeiten wie die Satelliten-telemetrie wissen wir heute bei vielen Vogelarten, wo sie den Winter verbringen. Auch ihre Zugstrecken lassen sich so nachvollziehen"

Der Weg ins Überwinterungsgebiet verlange den Tieren enorme Höchstleistungen ab, so Hermann Rank. Aber weil sie im Winterquartier die Nahrung finden, die es bei uns zu dieser Zeit nicht gibt, lohne sich der anstrengende Flug in den Süden. Der sei aber nur mit einem guten Fettpolster zu bewältigen. Hermann Rank: "Die Gartengrasmücke wiegt normalerweise ungefähr 16 bis 18 Gramm. Zur Zugzeit kann sie ihr Körpergewicht verdoppeln. Jeden Tag nimmt sie bis zu 10 Prozent zu."
Dafür brauche es allerdings geeignete Rastgebiete, meinte der stellvertretende Vorsitzende der LBV-Kreisgruppe Schwandorf. Die Flächen, die der LBV besitze, seien für Zugvögel wie eine Tankstelle, an der sie neue Energie für den Weiterflug auftanken könnten. Der Schutz möglichst vieler solcher Gebiete sei deshalb dringend geboten.

Das Teublitzer Weihergebiet im südlichen Landkreis Schwandorf ist bei Zugvögeln ein beliebtes Rastgebiet. Der Schüler Michael Nowak (Gymnasium Burglengenfeld) hat dort eine beeindruckende Vielfalt von Vögeln fotografiert, darunter Arten, die bei uns als Brutvögel mittlerweile sehr selten sind. Leider sind derartig wichtige, allein aufgrund des Vogelzuges überregional be-deutsame Gebiete vielfach bedroht. Bei Teublitz ist es zum Beispiel eine Umgehungsstraße, die mitten durch das Teichgebiet geplant wird. Derzeit läuft ein Raumordnungsverfahren dazu.

Kindergruppe "Schlaufüchse" beim Abfischen an den Langwiedteichen

Screenshot Onetz
Screenshot Onetz

Einen tollen Bericht von Armin Rösch mit vielen schönen Fotos zu der Aktion unserer Kindergruppe gibt es im Onetz.

LBV-Kreisgruppe für lebendige Naab in Schwandorf

 

Für eine lebendige Naab in Schwandorf sprach sich kürzlich der Vorstand des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe Schwandorf, aus. Dr. Josef Paukner, Sprecher der Donau-Naab-Regen-Allianz aus Regensburg, und Karlheinz Baumer, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Kanuverbands aus Schwandorf, informierten im Rahmen einer LBV-Monatsversammlung über Pläne, das obere Schwandorfer Wehr zu einem Wasserkraftwerk auszubauen.
Die Folgen für den Fluss und seine Artengemeinschaften im Bereich der Stadt wären gravierend, erläuterten Paukner und Baumer. Es sei abzusehen, dass zu wenig Wasser durch die Innere Naab in Richtung Schwandorfer Stadtzentrum fließen werde.
Das hätte negative Folgen für die Fischfauna und viele andere Wasserlebewesen. Auch eine Population der seltenen Bachmuschel wäre dann vermutlich in Gefahr.
Josef Paukner: "Die Naab ist ab der Schwarzachmündung bei Schwarzenfeld bis zur Mündung in die Donau durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützt. Das heißt, es gilt ein Verschlechterungsverbot für den Erhaltungszustand der dort gelisteten Lebensräume und Arten. Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen alle Gewässer in einen guten Zustand gebracht werden. Ein Wasserkraftwerk hätte genau die gegenteilige Wirkung."
Die LBV-Kreisgruppe sprach sich dafür aus, die Durchgängigkeit der Naab im Bereich Schwandorf zu verbessern. Ein Wasserkraftwerk lehnte der Vorstand mit seinem Vor-sitzenden Zeno Bäumler aus Wernberg-Köblitz ab. Der zu erwartende geringe Stromertrag würde die ökologischen Schäden nicht aufwiegen. Stattdessen sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Artenvielfalt im und am Fluss zu erhöhen.

Susanne Götte

Blumenwiesenexkursion in Dieterskirchen

Rund 20 Teilnehmer machten mit Werner Schuler einen "Muttertagsspaziergang" und besuchten am 13. Mai die Blumenwiesen der LBV-Kreisgruppe in Dieterskirchen. Hier einige Eindrücke.

Farbenfrohe Blumenwiese (Bild: Götte)
Farbenfrohe Blumenwiese (Bild: Götte)
Breitblättriges Knabenkraut (Bild: Götte)
Breitblättriges Knabenkraut (Bild: Götte)
Blick auf ein Wiesengrundstück des LBV (Bild: Götte)
Blick auf ein Wiesengrundstück des LBV (Bild: Götte)
Anhängliche Eidechse (Bild: Götte)
Anhängliche Eidechse (Bild: Götte)
Gemeines Grünwidderchen (Bild: Götte)
Gemeines Grünwidderchen (Bild: Götte)
Klappertopf (Bild: Götte)
Klappertopf (Bild: Götte)
In der Natur gibt es Vieles zu entdecken!
In der Natur gibt es Vieles zu entdecken!
Mit Ferngläsern und Spektiven ausgerüstet werden beim Vogelschutzcamp Bussarde, Falken und vielleicht sogar Adler in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. (Foto: Baumann)
Mit Ferngläsern und Spektiven ausgerüstet werden beim Vogelschutzcamp Bussarde, Falken und vielleicht sogar Adler in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. (Foto: Baumann)

Nix wie raus in die Natur!

 

Die Kreisgruppe Schwandorf des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) gründet eine Kindergruppe. Alle vier Wochen möchten Mitarbeiter des LBV mit den Kindern viel Zeit in der Natur verbringen. Schmetterlinge, Frösche, Blumen und Vögel erforschen, Wildkräuter sammeln, am Lagerfeuer grillen, Stockbrot backen und vieles mehr ist geplant.
Das LBV-Team lädt alle interessierten Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern zur ersten Gruppenstunde am Donnerstag, den 26. April ein. Treffpunkt ist von 16.00 - 18.00 Uhr bei Familie Baumann in Traunricht. Die Gruppenleiter Regina Baumann, Constanze Schuhmann, Thomas Frankenhauser und Julian Hunzinger werden sich vorstellen und erzählen, was für die nächste Zeit geplant ist. Um Anmeldung wird gebeten unter 09435 / 2644.

 

Highlight: Vogelschutz-Camp der NAJU
Unter dem Motto "Wilde Vögel hautnah erleben" lädt die Jugendorganisation des LBV vom 27. – 29. April Kinder und Jugendliche im Alter von zehn - 15 Jahren nach Regenstauf ein.

Auch unser stellvertretender Vorsitzender Hermann Rank wird in der LBV- Vogel- und Umweltstation mit dabei sein. Schnell anmelden bei: naju-bayern@lbv.de

Eisvogelnistwand am Gr. Hausweiher

 

Am Großen Hausweiher wurde im Auftrag der Gemeinde Wackersdorf durch Mitglieder der LBV-Kreisgruppe eine Eisvogelnistwand errichtet. Außerdem hängten sie rechtzeitig vor Beginn der Brutsaison 25 Nistkästen für Schellenten auf - denn die finden nicht genügend alte Höhlenbäume, um dort für Nachwuchs zu sorgen.

Viele Stunden Arbeit wurden investiert. Nun sind alle gespannt, ob die neuen Wohnquartiere angenommen werden.

Bausatz für die Eisvogelbruthöhlen
Foto: T. Reichel
Bausatz für die Eisvogelbruthöhlen
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel
Foto: T. Reichel

Die Rückkehr des Wolfes

Artenschutzexperte vom Landesbund für Vogelschutz wirbt für eine sachliche Diskussion und praktische Lösungen

Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschlands freier Wildbahn. Auch nach Bayern haben sie auf eigenen Pfoten zurück gefunden, unter anderem auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels. Die Kreisgruppe Schwandorf im Landesbund für Vogelschutz (LBV) nahm dies zum Anlass für eine Informationsveranstaltung Ende vergangener Woche in Schwandorf. Kreisvorsitzender Zeno Bäumler aus Wernberg-Köblitz konnte dazu Dr. Andreas von Lindeiner, Artenschutzreferent beim LBV in Hilpoltstein begrüßen.

Der Biologe informierte zunächst über die Lebensweise des Wolfes. Die Tiere lebten in Rudeln zusammen, die einer menschlichen Familie ähneln. Neben den beiden Eltern gehörten drei bis sieben Welpen sowie zwei bis vier Jährlinge dazu. Wenn die Jungwölfe geschlechtsreif würden, wanderten sie ab, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Dabei seien Wanderungen von 50 km pro Nacht kein Problem. Sie hätten gelernt, die menschliche Infrastruktur wie z.B. Brücken für sich zu nutzen. „Wolfsrudel beanspruchen ein Territorium, das in etwa 250 km² groß ist. Und das verteidigen sie vehement gegenüber fremden Artgenossen. Zum Vergleich: Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr umfasst rund 200 km², der Nationalpark Bayerischer Wald ca. 242 km².“ Anhand genetischer Untersuchungen von Kotfunden oder Speichelproben an Wolfsrissen, lasse sich heute sehr gut feststellen, woher die Tiere stammten, die jetzt nach Bayern einwandern. „Da der ehemalige Eiserne Vorhang jetzt offen ist, wandern Wölfe aus den wachsenden Populationen Osteuropas bei uns ein. Einige kommen aber auch aus den Südwestalpen zu uns.“
Derzeit gehe man von 70 Paaren und Rudeln in ganz Deutschland aus, erklärte der Referent. „In acht bis 10 Jahren wären theoretisch 400 Rudel möglich. Wir müssen lernen, mit dem Wolf zu leben, weil er gelernt hat mit uns zu leben. Dabei müssen sich alle bewegen. Wir können von den Erfahrungen in anderen Ländern wie Spanien oder der Schweiz profitieren.“

Denn für die Jäger, aber vor allem für manche Nutztierhalter bringe die Gegenwart des Beutegreifers Veränderungen mit sich. „Ein Wolf braucht pro Tag im Mittel rund 3 kg Fleisch. Untersuchungen in der Lausitz ergaben, dass vor allem Rehe, Hirsche oder Wildschweine auf ihrem Speisezettel stehen, vor allem schwächere Tiere. Bei unzureichendem Schutz sind aber auch Schafe oder Ziegen eine leichte Beute für sie.“

Die Bauern dürften mit diesem Problem nicht allein gelassen werden. Herdenschutz durch spezielle Zäune oder besonders ausgebildete Herdenschutzhunde bedeuteten für sie einen hohen Mehraufwand an Arbeit und Geld. Hier sei der bayerische Staat gefordert, die Prävention von Nutztierrissen aktiv zu unterstützen.

Zur Zeit sei jedoch die Zuständigkeit zwischen den bayerischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt noch nicht geklärt. Deshalb könne an den Ämtern für Landwirtschaft und Forsten bisher keine flächendeckende Beratung der Landwirte stattfinden. Das Landesamt für Umwelt fördere momentan nur einzelne Projekte. Dr. von Lindeiner: „Wenn landschaftspflegerische Leistungen wie sie durch die Schafhaltung geschehen gesellschaftlich gewollt sind, dann müssen sie sich für die Landwirte auch rechnen. Risse an Nutztieren begleicht seit Jahren eine Trägergemeinschaft „Ausgleichsfonds Große Beutegreifer“ mit Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds. Ihr gehören neben dem Landesbund für Vogelschutz der BUND Naturschutz, der WWF sowie die Wildlandstiftung an.“

Der Experte plädierte für eine offene Kommunikation mit allen Beteiligten, die an den Fakten orientiert ist. „Der Wolf ist nach europäischem und deutschem Recht streng geschützt.“ Forderungen nach einer Bejagung wie kürzlich von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hält er deshalb nicht für zielführend und schlichtweg rechtlich nicht umsetzbar. „Wir brauchen praktische Lösungen und keine unerfüllbaren Wünsche.“ Im "Managementplan Wölfe in Bayern – Stufe 2" sei schon jetzt geregelt, dass im Einzelfall „Problemwölfe“ entnommen werden dürften. Andreas von Lindeiner: „Mehr Sachlichkeit und mehr Offenheit würden uns gut tun.“

Susanne Götte

Zu Besuch bei Heidenelke und Waldportier

Berg-Sandglöckchen, Heidenelke, Waldehrenpreis, Augentrost, Kleines Filzkraut, Mäuseschwanz-Federschwingel... Botaniker Rainer Woschée in seinem Element! (Foto: S.Götte)
Berg-Sandglöckchen, Heidenelke, Waldehrenpreis,  Augentrost, Kleines Filzkraut, Mäuseschwanz-Federschwingel... Botaniker Rainer Woschée in seinem Element! (Foto: S.Götte)
Gebietsbetreuer Markus Kurz zeigte den Besuchern einige Besonderheiten des neuen Naturschutzgebietes. (Foto: S.Götte)
Gebietsbetreuer Markus Kurz zeigte den Besuchern einige Besonderheiten des neuen Naturschutzgebietes. (Foto: S.Götte)
Die beißt nicht. Die ist nur aus Plastik. (Foto: S.Götte)
Die beißt nicht. Die ist nur aus Plastik. (Foto: S.Götte)
"Landkärtchen" (Foto: S.Götte)
"Landkärtchen" (Foto: S.Götte)

 

Berg-Sandglöckchen, Heidenelke und Ödlandschrecke – die Bewohner des neuesten Naturschutzgebietes im Landkreis Schwandorf tragen fantasievolle Namen. Und sie haben eines gemeinsam: Sie lieben Sand und offene Böden. Die gibt es in der Wald- und Heidelandschaft auf dem ehemaligen Standortübungsplatz östlich von Bodenwöhr in Hülle und Fülle. Sie war das Ziel beim 27. „Tag der Natur“ im Landkreis Schwandorf.

Die Kreisgruppen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem BUND Naturschutz sowie der Ameisenschutzverein Hirschberg hatten dazu gemeinsam eingeladen. Rund 50 Interessierte konnte der LBV-Kreisvorsitzende Zeno Bäumler dazu begrüßen.
Markus Kurz, Gebietsbetreuer beim Naturpark Oberpfälzer Wald und Diplombiologe Rainer Woschée führten die Naturfreunde durch das Gelände. Es zählt zu den wichtigsten Sandlebensräumen im Landkreis Schwandorf und der Oberpfalz. Pflanzen und Tiere sind bestens an diesen trockenen und nährstoffarmen Lebensraum angepasst. Zum Beispiel die Blauflügelige Ödlandschrecke. Mehrere tausend Exemplare leben hier. Ihr Aussehen ist dem sandigen Untergrund perfekt angeglichen. Nur bei einer Störung fliegen sie auf und zeigen ihre blauen Hinterflügel.
Auch Kreuzottern finden auf dem ehemaligen Standortübungsplatz geeignete Lebensräume. "Die einzige Giftschlange Bayerns benötigt ihr Gift für die Jagd auf Beutetiere", erläuterte Gebietsbetreuer Markus Kurz. "Einen Menschen greifen die Tiere niemals von sich aus an."

Um die tierischen Bewohner des neuen Naturschutzgebietes nicht zu stören, sollten Hunde immer angeleint werden. Vom 15. Februar bis 15. Juli dürfen zudem die Wege nicht verlassen werden.
Susanne Götte

Vielfalt erleben im Lindauer Quellmoor

Rund 20 Interessierte machten sich am 25. Juni mit Dr. Werner Schuler auf Entdeckungstour im Lindauer Quellmoor.
(Foto: P.Baumann)
Rund 20 Interessierte machten sich am 25. Juni mit Dr. Werner Schuler auf Entdeckungstour im Lindauer Quellmoor.
(Foto: P.Baumann)
Zahlreiche Orchideen, aber auch viele Heuschrecken und Schmetterlinge gab es zu entdecken. (Foto: P. Baumann)
Zahlreiche Orchideen, aber auch viele Heuschrecken und Schmetterlinge gab es zu entdecken. (Foto: P. Baumann)

Kreisräte auf den Spuren von Kuckuck & Co

Mit dabei: 1. Stellvertretender Landrat und MdL Joachim Hanisch, Ortssprecher Franz Pretzl und die Vorsitzende von Bündnis90/ Die Grünen Elisabeth Bauer. Rechts im Bild: Hermann Rank und Zeno Bäumler von der LBV-Kreisgruppe (Foto: S.Götte)
Mit dabei: 1. Stellvertretender Landrat und MdL Joachim Hanisch, Ortssprecher Franz Pretzl und die Vorsitzende von Bündnis90/ Die Grünen Elisabeth Bauer. Rechts im Bild: Hermann Rank und Zeno Bäumler von der LBV-Kreisgruppe  (Foto: S.Götte)

Ein Kuckuck, der Pirol und sogar ein jagender Baumfalke zeigten sich bei einem Spaziergang durch die Premberger Naabauen, zu dem der Landesbund für Vogelschutz (LBV) die Mitglieder des Kreistages eingeladen hatte. Anlass für die Exkursion am 24. Mai war der 25. Geburtstag des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Die Naabauen gehören zu diesem Biotopverbundsystem, ebenso wie zahlreiche Flächen zum Beispiel im Charlottenhofer Weihergebiet oder entlang der Schwarzach.
Kreisgruppenvorsitzender Zeno Bäumler erläuterte: "Diese EU-Richtlinie ist mehr als das Papier, auf dem sie geschrieben steht. Sie sichert vielen Tieren und Pflanzen Lebensräume, die leider anderswo für die Natur verloren gehen. Wir möchten Ihnen gerne die Schönheit eines dieser NATURA 2000-Gebiete zeigen."
Der stellvertretende Kreisvorsitzende Hermann Rank führte die Anwesenden in die Welt der Gefiederten ein: "Zehn Brutpaare der Nachtigall gibt es hier seit Mitte der 90-ger Jahre. Das ist sehr erfreulich. Damit der Bestand stabil bleibt, darf ihr Lebensraum nicht zerschnitten werden. Denn wenn eine kritische Anzahl unterschritten wird, verschwinden schnell auch die letzten verbliebenen Exemplare." Rank lobte gegenüber Ortssprecher Franz Pretzl den vorbildlichen Umgang mit der Natur rund um Premberg: "Hier wird vieles richtig gemacht!"
Joachim Hanusch, 1. Stellvertretender Landrat und MdL, sowie Elisabeth Bauer, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen waren beeindruckt von der Artenvielfalt an der Naab. In Vertretung von Landrat Thomas Ebeling dankte Hanusch den Vogelschützern für ihren Einsatz und wünschte ihnen für ihre Arbeit auch weiterhin viel Erfolg.

Gute Aussichten für die Braunkehlchen

Männliches Braunkehlchen (Foto: Baumann)
Männliches Braunkehlchen (Foto: Baumann)
Ganz schön viel Holz! (Foto: Baumann)
Ganz schön viel Holz! (Foto: Baumann)
Jetzt haben die Braunkehlchen die Qual der Wahl :-) (Foto: Baumann)
Jetzt haben die Braunkehlchen die Qual der Wahl :-)  (Foto: Baumann)

Rund 300 Bambusstäbe verschaffen dem Braunkehlchen und anderen kleinen Wiesenvögeln im Schwarzachtal seit kurzem gute Aussichten. Der hübsche kleine Vogel ist vor kurzem aus dem Süden in sein Brutgebiet in der Oberpfalz zurückgekehrt. Er brütet in feuchten Wiesen und baut sein Nest gut getarnt unter Grasbüscheln. Da viele Wiesen entwässert und zudem intensiv genutzt werden, ist die Zahl der Braunkehlchen in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen.

Die Untere Naturschutzbehörde und der LBV wollen gemeinsam die kleine Population von Braunkehlchen im Schwarzachtal fördern. Im Landkreis Kulmbach wurden sehr positive Erfahrungen mit dem Angebot zusätzlicher Sitz- und Singwarten gemacht. Grund genug, dies auch im Landkreis Schwandorf zu versuchen. Mit der Umsetzung wurde der Biologe Thomas Lobinger betraut. Einige LBV-Mitglieder halfen mit, die Stangen zwischen Altendorf-Zangenstein, bei Uckersdorf und bei Schönau in den Boden zu stecken.

Neues Heim für Abendsegler & Co am Dachsberg

Zwölf Fledermauskästen in fachkundiger Heimwerkerarbeit gebaut, warten auf dem Anhänger auf ihren Einsatz. Foto: S.Götte
Zwölf Fledermauskästen in fachkundiger Heimwerkerarbeit gebaut, warten auf dem Anhänger auf ihren Einsatz. Foto: S.Götte
Dieser Kasten hat ausgedient. Jahrzehntelang diente er den Fledermäusen als Quartier während der Sommermonate. Doch Spechte sowie Wind und Wetter haben ihm zugesetzt. Foto: S.Götte
Dieser Kasten hat ausgedient. Jahrzehntelang diente er den Fledermäusen als Quartier während der Sommermonate. Doch Spechte sowie Wind und Wetter haben ihm zugesetzt. Foto: S.Götte
Paul Baumann greift zum Werkzeug, damit Wasserfledermäuse und Große Abendsegler ein heimeliges Zuhause für die Sommermonate finden. Foto: S.Götte
Paul Baumann greift zum Werkzeug, damit Wasserfledermäuse und Große Abendsegler ein heimeliges Zuhause für die Sommermonate finden. Foto: S.Götte
Fertig! Fledermäuse willkommen! Foto: S.Götte
Fertig! Fledermäuse willkommen!  Foto: S.Götte
Beim LBV ist Teamwork gefragt. Leiter tragen, den neuen Kasten in der Liste vermerken und das neue Fledermausheim am Baum befestigen... Es gibt viel zu tun! Foto: S.Götte
Beim LBV ist Teamwork gefragt. Leiter tragen, den neuen Kasten in der Liste vermerken und das neue Fledermausheim am Baum befestigen... Es gibt viel zu tun!  Foto: S.Götte
Wenn es davon mehr gäbe, dann könnte sich der LBV allerdings das aufwendige Nistkästen bauen sparen! Foto: S.Götte
Wenn es davon mehr gäbe, dann könnte sich der LBV allerdings das aufwendige Nistkästen bauen sparen! Foto: S.Götte

Der neue Vorsitzende stellt sich vor

Der neue Kreisgruppenvorsitzende Zeno Bäumler
Der neue Kreisgruppenvorsitzende Zeno Bäumler


Hallo!
Im Dezember wurde ich zum Kreisgruppen-Vorsitzenden gewählt und sage noch einmal vielen Dank für Ihr Vertrauen! Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Ich wohne in Wernberg-Köblitz und arbeite dort als Autoverkäufer. In meinem ersten Beruf war ich Tierwirtschaftsmeister mit dem Schwerpunkt Geflügelhaltung. In der Vogelpflege- und Auswilderungsstation Ellernholt in Hamburg leistete ich 20 Monate Zivildienst.
Unsere Kreisgruppe ist dank vieler fleißiger und kompetenter Helferinnen und Helfer sehr erfolgreich. So haben wir unter anderem wieder Fisch- und Seeadler als Brutvögel im Landkreis.
Leider gibt es aber auch noch viele Vogelarten um die wir uns intensiv bemühen müssen. Um nur einige zu nennen: Rebhuhn, Haselhuhn, Kiebitz, Bekassine, Flussseeschwalbe oder Braunkehlchen brauchen dringend Hilfe! Wir müssen alles tun, damit diese Vögel nicht vor unseren Augen bei uns im Landkreis aussterben! Helfen Sie mit!

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann rufen Sie mich einfach an!
Ich freue mich, Sie bei einem Vortrag oder einer unserer Exkursionen persönlich kennen zu lernen!
Mit besten Grüßen, Zeno Bäumler

 

 

 

Nistkästen mit Überraschungen

Abendsegler - Foto: Paul Baumann
Abendsegler - Foto: Paul Baumann
Haselmaus im Tiefschlaf Foto: Paul Baumann
Haselmaus im Tiefschlaf Foto: Paul Baumann

 

40 Nistkästen hängen rund um den Brücklsee und am Dachsberg. Sie sind für die Schellenten gedacht, denn Baumhöhlen sind rar geworden. Jedes Jahr im Herbst wird kontrolliert, ob die Kästen besetzt waren. Heuer haben in 7 Kästen Schellenten gebrütet. Aber auch andere Tiere schätzen die Nisthilfen sehr: So wurden Abendsegler und mehrere Haselmäuse entdeckt. Eine von ihnen plumpste den überraschten Vogelschützern im Tiefschlaf aus dem Kasten entgegen!

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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Für eine bessere Agrarpolitik
Foto: Götte

Der "stumme Frühling" wird in vielen Ackerbau- und Grünlandgebieten allmählich zur Realität. Die Wissenschaft nennt vor allem drei Hauptursachen: den Verlust an Lebensraumstrukturen, den Einsatz von Pestiziden und Überdüngung. Der LBV fordert daher zusammen mit der großen Verbändebewegung LivingLand, dass in Zukunft Landwirte Gelder ausschließlich für Gemeinwohl-Leistungen erhalten sollen. Mehr zu den Forderungen des LBV...

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