Hoher Besuch bei der Fischadlerberingung

Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020
Screenshot 4.7.2020: Paul Baumann mit jungem Fischadler
Screenshot 4.7.2020: Paul Baumann mit jungem Fischadler

Auch in diesem Jahr wurden wieder an mehreren Tagen einige Fischadler und Seeadler in der Oberpfalz beringt. Das Bayerische Fernsehen war dabei und hat in der Reihe "Zwischen Spessart und Karwendel" am 4. Juli davon berichtet - siehe Foto-Screenshots.

https://www.br.de/mediathek/video/im-charlottenhofer-weihergebiet-von-fischadlern-und-teichwirten-av:5eff6f0aad9e9f001ba01be3

Bei einem Termin waren auch LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer und eine vogelbegeisterte Familie dabei. Paul Baumann, LBV-Adlerbeauftragter für die Oberpfalz hat die aufregende Aktion in einem Bericht anschaulich beschrieben. Vor allem für einen jungen Greifvogelfan war der Tag ein besonderes Erlebnis...

 

 

Nachruf auf Anton Obendorfer

Am 3. Juli 2020 verstarb Anton Obendorfer, ein echtes Urgestein der LBV-Kreisgruppe Schwandorf. Bei seiner Beerdigung am 24. Juli würdigte der Ehrenvorsitzende der Kreisgruppe Werner Schuler mit sehr persönlichen Worten Anton Obendorfers langjähriges engagiertes Wirken für den Naturschutz. Die Kreisgruppe trauert um einen leidenschaftlichen Vogelfreund.

Nachruf für Anton Obendorfer

 

 

Kleine Paradiese suchen Betreuer!

Arbeitseinsatz bei bestem Wetter! (Foto: SG)
Arbeitseinsatz bei bestem Wetter! (Foto: SG)
Die Arnika soll sich wieder mehr ausbreiten können. (Foto: SG)
Die Arnika soll sich wieder mehr ausbreiten können. (Foto: SG)
Wunderhübsches "Blutströpfchen" (Foto: SG)
Wunderhübsches "Blutströpfchen" (Foto: SG)
Auf der Wiese blüht auch die stattliche Engelwurz. Insekten lieben sie! (Foto: SG)
Auf der Wiese blüht auch die stattliche Engelwurz. Insekten lieben sie! (Foto: SG)

Im Schönseer Land besitzt die LBV-Kreisgruppe einige schöne Flächen. Wer hat Zeit und Lust, dort gelegentlich vorbeizuschauen und zu beobachten, was dort wächst, flattert, hüpft und pfeift? Bei einer Biotoppflegeaktion Anfang Juli im Lindauer Quellmoor wurden wieder Austriebe von Pappeln und Faulbäumen entfernt. Nebenbei gab es schöne Entdeckungen...

 

 

Das Teublitzer Weihergebiet: schön – wertvoll – bedroht

Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer
Foto: Christian Stierstorfer

Behausungen für Vögel und Fledermäuse

Nistkästen für die Wasseramsel (Foto: Baumann)
Nistkästen für die Wasseramsel (Foto: Baumann)
Über 60 Fledermauskästen! (Foto: Baumann)
Über 60 Fledermauskästen! (Foto: Baumann)
Fledermausschützer in Aktion (Foto: Baumann)
Fledermausschützer in Aktion (Foto: Baumann)
Nach getaner Arbeit (Foto: SG)
Nach getaner Arbeit (Foto: SG)

Weil es kaum noch Bäume mit Höhlen oder ähnliche geeignete Quartiere gibt, hilft der LBV nach. Vor Beginn der Fortpflanzungszeit wurden am Dachsberg mehr als 60 Fledermauskästen aufgehängt und die GPS-Daten dazu in eine Datenbank eingepflegt. In Nittenau wurde unsere Kreisgruppe beauftragt, unter zwei Brücken über den Regen Nistkästen für Wasseramseln zu installieren - eine richtige Tüftelei, die hoffentlich von der Vogelwelt gut angenommen wird!

Große Spende für kleine Schlaufüchse

Toll! Der Rotary Club Schwandorf spendet 800 Euro für die LBV-Schlaufüchse. (Foto: Baumann)
Toll! Der Rotary Club Schwandorf spendet 800 Euro für die LBV-Schlaufüchse. (Foto: Baumann)

Seit rund zwei Jahren streifen kleine „Schlaufüchse“ durch Wiesen und Wälder rund um die Marktgemeinde Schwarzenfeld und erkunden die Natur. Mittlerweile besuchen zehn bis 14 Kinder regelmäßig die monatlichen Aktionen der Kindergruppe der Naturschutzjugend im LBV. Unter der Leitung von Regina Baumann und Thomas Frankenhauser lernen die 5 bis 10-Jährigen die Tiere und Pflanzen ihrer Heimat kennen und schützen.

Ein Engagement, das nicht nur bei Kindern und Eltern bestens ankommt. Ende Januar würdigte der Rotary Club Schwandorf den ehrenamtlichen Einsatz für die Umweltbildung mit 800 Euro. Der Schwandorfer Rotary-Präsident Uwe Seidel sowie Max Haseneder in Begleitung von „Schlaufuchs“ Max übergaben die Spende an Regina Baumann und informierten sich bei ihr über die Naturschutzarbeit der Schlaufüchse.

Die Freude über die großzügige Spende ist groß! Regina Baumann: „Wir können das Geld gut für die Material-Ausstattung unserer Gruppe verwenden. Wir möchten demnächst zum Beispiel Behausungen für den Igel bauen. Wir haben auch schon über die Anschaffung von ein oder zwei Ferngläsern nachgedacht, denn die meisten Kinder haben selber keines. Eines steht aber schon jetzt fest: Im Sommer gibt es ein Grillfest für die Kinder!“

Großer Andrang beim Vortrag zum Teublitzer Weihergebiet!

Reges Interesse beim Vortrag zum Teublitzer Weihergebiet
Reges Interesse beim Vortrag zum Teublitzer Weihergebiet

Etwa einhundert Zuhörer fanden sich am  17. Januar im Restaurant Nobless in Maxhütte Haidhof ein, um einen Vortrag von Dr. Christian Stierstorfer (LBV) zum Thema Naturzerstörung im Städtedreieck zu verfolgen.

Stierstorfer ging zunächst auf die rechtlichen Aspekte des Naturschutzes ein. Von der Bayerischen Verfassung, dem Naturschutzgesetz bis hin zum Landesentwicklungsplan: Der Schutz von Natur und Landschaft scheint  bestens gewährleistet zu sein. Doch: Die Realität vor Ort sieht jedoch anders aus. Je konkreter der angemahnte Schutz unserer Lebensgrundlagen wird, umso mehr Widerstand gibt es.

Zum Beispiel beim derzeit im Bau befindlichen neuen Gewerbegebiet an der Umgehungsstraße Burglengenfeld. Dieses soll dem Erweiterungsneubau eines Baumarktes dienen. Dafür wurden wertvolle, amtlich kartierte Biotope zerstört. Ein ähnliches Schicksal droht einem Biotop zwischen Maxhütte und Teublitz, wo ein Gewerbegebiet mit Recyclinghof entstehen soll.

Zwei weitere Großprojekte mit katastrophalen Folgen sind derzeit in Planung: Die Umgehungsstraße Teublitz mitten durch die Weiherlandschaft im Osten der Stadt und das Gewerbegebiet an der Autobahnausfahrt. Letzteres liegt ohne jegliche Anbindung an ein Gewerbegebiet oder eine Ortschaft mitten in einem großen, geschlossenen Waldgebiet.

Urkunden für Kiebitzfreundliche Landwirte

Auszeichnung für Kiebitzfreundliche Landwirtschaft
Auszeichnung für Kiebitzfreundliche Landwirtschaft

Kurz vor Weihnachten bedankte sich der LBV-Kreisgruppenvorsitzende Zeno Bäumler bei zwei Landwirten und ihren Familien für ihre umsichtige Landbewirtschaftung: Im Umfeld der Langwiedteiche wurden Kiebitznester auf den Äckern von Josef Kurz und Markus Schießl sowie einem weiteren Landwirt entdeckt. Sie sparten das Umfeld der Nester daraufhin bei den Feldarbeiten aus, sodass der Kiebitznachwuchs unbeschadet ausgebrütet werden konnte. Ein herzliches Dankeschön für die unkomplizierte und schöne Zusammenarbeit!

Volksbegehren für mehr Artenschutz und die Auswirkungen

Andreas von Lindeiner von der LBV-Zentrale in Hilpoltstein refererierte am 8.11. über die Auswirkungen des Volksbegehrens für mehr Artenschutz "Rettet die Bienen". Auch Vertreter des Bauernverbandes waren dazu eingeladen. Oberpfalzmedien haben darüber am 13.November 2019 berichtet.

Beobachtungen mit Fernglas und Spektiv (Foto: SG)
Beobachtungen mit Fernglas und Spektiv (Foto: SG)
Ein riesiger Taubenschwarm (Foto: SG)
Ein riesiger Taubenschwarm (Foto: SG)

Exkursion ins Charlottenhofer Weihergebiet

Die LBV-Kreisgruppe hat durch eine Werbeaktion im Sommer zahlreiche neue Mitglieder dazu gewonnen. Zusammen mit weiteren Interessierten waren sie Anfang Oktober eingeladen, einige LBV-Grundstücke im Charlottenhofer Weihergebiet kennenzulernen.

Das Highlight des interessanten Spaziergangs war ein riesiger Schwarm von rund 1.000 Ringeltauben auf dem Zug in den sonnigen Süden.

Mäharbeiten im Lindauer Quellmoor

Durch die Mäharbeiten soll die Wiese für Arnika und Orchideen von Bewuchs freigehalten werden. (Foto: SG)
Durch die Mäharbeiten soll die Wiese für Arnika und Orchideen von Bewuchs freigehalten werden. (Foto: SG)
Wiesen und Büsche im Lindauer Quellmoor (Foto: SG)
Wiesen und Büsche im Lindauer Quellmoor (Foto: SG)
Der kleine Teich soll in Zukunft freigestellt werden. (Foto: SG)
Der kleine Teich soll in Zukunft freigestellt werden. (Foto: SG)
Totholz ist ein wichtiger Lebensraum. (Foto: SG)
Totholz ist ein wichtiger Lebensraum. (Foto: SG)

Wie jedes Jahr im Herbst waren wieder Mäharbeiten auf dem LBV-Grundstück im Lindauer Quellmoor bei Schönsee erforderlich. Mit einem Balkenmäher rückten sieben Aktive auf einer kleinen Borstgraswiese den Pappel- und Faulbaumschößlingen und dem dichten Brombeergestrüpp zu Leibe. Sie beherbergt mit Arnika, Breitblättrigem Knabenkraut, Waldhyazinthe, Mückenhändelwurz und Kreuzblümchen viele Kostbarkeiten. 

Bei einem anschließenden Rundgang erfuhren die Teilnehmer noch interessante Einzelheiten zu den Pflanzen und Tieren in diesem Kleinod der Natur. Sogar eine seltene Haselmaus bekamen sie zu Gesicht!

Waldentdecker unterwegs

Kleines Fröschlein (Foto: SG)
Kleines Fröschlein (Foto: SG)
Wer hat denn da geknabbert? Wer frisst was? (Foto: SG)
Wer hat denn da geknabbert? Wer frisst was? (Foto: SG)

Vierzehn Kinder waren am Donnerstag, den 29. August auf Entdeckertour im Wald unterhalb der Burg in Wernberg-Köblitz unterwegs. Die Kreisgruppe des LBV hatte dieses Angebot im Rahmen des Ferienprogramms der Marktgemeinde organisiert.

Die Kinder kamen dabei dem Rätsel des kleinen Haselnussbohrers auf die Spur. Sie erfuhren, wie man die Fraßspuren dieses kleinen Insekts und anderer Tiere an Nüssen oder Fichtenzapfen erkennt. Für die Brotzeitpause bauten sie gemeinsam ein gemütliches Waldsofa.

Zum Schluss entdeckten und untersuchten sie Tierspuren am Ufer des Schilternbachs. Star des Tages war schließlich ein kleines Fröschlein.

Fledermausnacht 2019

Abendsegler aus nächster Nähe (Foto: R.Baumann)
Abendsegler aus nächster Nähe (Foto: R.Baumann)
Großes Interesse an der Fledermausexkursion (Foto: R.Baumann)
Großes Interesse an der Fledermausexkursion (Foto: R.Baumann)

Über siebzig (!!) Interessierte kamen heuer am 23. August zur Fledermausexkursion an den Dachsberg bei Schwarzenfeld. Die Biologin und ehrenamtliche Fledermausbeauftragte Brigitte Schütze kontrollierte einige der Fledermauskästen, die der LBV dort aufgehängt hat.

Und sie wurde fündig. Der Abendsegler war allerdings nicht so begeistert wie die Kinder, die ihn aus nächster Nähe in Augenschein nehmen durften. In der Dunkelheit konnten anschließend noch Fledermäuse beim Ausfliegen beobachtet werden.

Bericht von OTV zur Fledermausexkursion

Flächenverbrauch und Naturzerstörung im Städtedreieck

Sumpfdotterblume im Eselweihergebiet (Foto: Stierstorfer)
Sumpfdotterblume im Eselweihergebiet (Foto: Stierstorfer)
Kolbenente auf einem Weiher bei Teublitz (Foto: Nowak)
Kolbenente auf einem Weiher bei Teublitz (Foto: Nowak)

Das Teublitzer Weihergebiet ist ein Refugium für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten und zudem ein beliebtes Naherholungsgebiet. Rund 50 Interessierte lernten die Schönheit und Artenvielfalt des Gebietes bei einer Exkursion Ende Mai kennen.

 

Mit einer gemeinsamen Stellungnahme zum Flächenverbrauch und der Naturzerstörung in der Region um  Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Burglengenfeld wenden sich der LBV und der BUND Naturschutz an die örtliche Bevölkerung und die politischen Entscheidungsträger. Darin heißt es unter anderem:

 

Es ist "...nicht der geringste Wille erkennbar, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Damit stehen viele Planungsvorhaben im Städtedreieck in grobem Widerspruch zu den gesellschaftlichen Zielen, den Schwund der Natur und Artenvielfalt zu stoppen, und den v. a. in der Oberpfalz immensen Flächenfraß zu verringern.

 

Eine enge interkommunale Zusammenarbeit zur gemeinsamen Nutzung vorhandener regionaler Ressourcen wäre dringend erforderlich. Bei zukünftigen Planungen müssen die Schonung der Natur und das Flächensparen absolute Priorität haben. Dazu sind Anstrengungen auf allen staatlichen und gesellschaftlichen Ebenen notwendig."

Der komplette Text:

Gemeinsames Statement von LBV und BUND Naturschutz vom Mai 2019

 

 

 

LBV-Stand beim KJR-Fest

Reger Besuch am LBV-Stand (Foto: SG)
Reger Besuch am LBV-Stand (Foto: SG)
Der verletzte Bruchwasserläufer ist beim LBV in guten Händen (Foto: SG)
Der verletzte Bruchwasserläufer ist beim LBV in guten Händen (Foto: SG)

Am 18. Mai veranstaltete der Kreisjugendring am Steinberger See ein großes Fest. Viele Jugendverbände nutzten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Auch die LBV-Kreisgruppe war dabei.

Mit großer Begeisterung schraubten die jungen Besucher insgesamt 80 Nistkästen zusammen und beobachteten die Vögel mit Fernglas und Spektiv. Dabei entdeckten sie sogar einen gefiederten "Bruchpiloten" am Seeufer: Ein Bruchwasserläufer mit gebrochenem Flügel. Er wurde in Vogelschutzstation nach Regenstauf gebracht.

Artenschutz im Steinbruch Burglengenfeld

Screenshot www.mittelbayerische.de
Screenshot www.mittelbayerische.de

Der LBV und der Bayerische Industrieverband Bau, Steine, Erden haben am 3.Mai 2019 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Mit dem Vertrag "Natur auf Zeit in Steinbrüchen" nimmt das Zementwerk in Burglengenfeld an einem bayernweiten Projekt zum Schutz von bedrohten Amphibienarten in Rohstoffgewinnungsstätten teil. Ehrenamtliche der LBV-Kreisgruppe Schwandorf werden nun das Vorkommen der Amphibien und anderer geschützter Tiere in diesem Gebiet regelmäßig im Blick behalten und bei Bedarf die Mitarbeiter des Zementwerks beraten. Wer Interesse hat, sich daran aktiv zu beteiligen, kann sich an den Stellv. Vorsitzenden der Kreisgruppe Hermann Rank wenden. Zum Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung

 

 

 

Zu Besuch bei Kiebitz und Co

Jedes Jahr wird der Wasserstand bei ein bis zwei Teichen abgesenkt, sodass der Kiebitz oder die seltene Bekassine in Ufernähe nach Nahrung stochern könnten. (Foto: Meier)
Jedes Jahr wird der Wasserstand bei ein bis zwei Teichen abgesenkt, sodass der Kiebitz oder die seltene Bekassine in Ufernähe nach Nahrung stochern könnten. (Foto: Meier)

Enten schnattern, Zwergtaucher trillern und eine Feldlerche schwingt sich mit kräftigem Gesang hoch in die Luft. Die Langwiedteiche bei Nabburg und die angrenzenden Wiesen sind ein kleines Naturparadies. Rund zwanzig Vogelfreunde aus Nabburg und Umgebung wollten bei einer Führung Ende April mehr darüber erfahren.

Insgesamt drei Kiebitznester haben die Naturschützer in den letzten Wochen rund um die Langwiedteiche ausfindig gemacht, allesamt auf benachbarten Äckern. „Die Landwirtsfamilien sind sehr kooperativ und sparen den Bereich um die Nester bei der Bestellung aus“, freut sich Zeno Bäumler.

Einige Junge seien schon geschlüpft. „Die winzigen, nur wenige Gramm wiegenden Vögelchen sind in den ersten Lebenswochen vielen Gefahren ausgesetzt.“ Um die Tiere möglichst wenig zu stören, sollten Spaziergänger in der Brutzeit den geschotterten Hauptweg nicht verlassen und Hunde an die Leine nehmen.

 

 

LBV im Aufwind

Ein "Pezziball" hält eine findige Graugans davon ab, sich auf dem Fischadlerhorst gemütlich einzurichten. (Foto: Baumann)
Ein "Pezziball" hält eine findige Graugans davon ab, sich auf dem Fischadlerhorst gemütlich einzurichten. (Foto: Baumann)
Ein außergewöhnlicher Gast im Charlottenhofer Weihergebiet: Ein Schlangenadler! (Foto: Baumann)
Ein außergewöhnlicher Gast im Charlottenhofer Weihergebiet: Ein Schlangenadler! (Foto: Baumann)
Aktive Kindergruppe: Die Schlaufüchse haben Insektenhotels gebaut. (Foto: Baumann)
Aktive Kindergruppe: Die Schlaufüchse haben Insektenhotels gebaut. (Foto: Baumann)

 

Wie kommt ein Gymnastikball in einen Fischadlerhorst und welche außergewöhnlichen gefiederten Gäste konnten im Landkreis beobachtet werden? Zeno Bäumler, der Vorsit-zende der Schwandorfer Kreisgruppe beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) berichtete bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, den 7. Dezember in Holzhaus auf unterhalt-same Weise von den Ereignissen des Jahres.
Es wurden rund 100 Nistkästen gebaut und aufgehängt, z.B. für Schellenten und den Wiedehopf. Bei der Betreuung eines Fischadlerhorstes war heuer Fantasie gefragt: Um eine findige Graugans von der „Horstbesetzung“ abzuhalten, ersann Adlerbeauftragter Paul Baumann eine List. „Wir haben einen Pezziball auf dem Adlerhorst befestigt. Als die Fischadler aus dem Winterquartier zurückkehrten, haben wir ihn schnell wieder entfernt und die Adler konnten ihr freies Nest beziehen.“
Bei der Pflege der zahlreichen LBV-Biotope packten nicht nur fleißige Mitglieder mit an. Auch Schulklassen halfen mit, diese wertvollen Lebensräume für die Tier- und Pflanzen-welt zu erhalten. Ein Highlight des Jahres bildete die Gründung der Kindergruppe „Schlau-füchse“ in Schwarzenfeld unter der Leitung von Regina Baumann und Dr. Thomas Fran-kenhauser. Aufwind gab es auch bei den Mitgliederzahlen, wusste Hermann Rank, der stellvertretende Vorsitzende aus Maxhütte-Haidhof: „44 Eintritte gab es in diesem Jahr. Aktuell hat die Kreisgruppe 431 Mitglieder.“
Rastende Kraniche und ein durchziehender Schlangenadler zeigten, dass der Landkreis für Vögel attraktiv sei, meinte Zeno Bäumler. Dennoch bleibe viel zu tun. Vor allem die Wiesenbrüter litten unter der ausgeräumten Landschaft. „Deshalb unterstützen wir im kommenden Jahr auch das Volksbegehren gegen das Artensterben.“ Ebenfalls im Blick sei das Teublitzer Weihergebiet. Die dort geplante Umgehungsstraße bedrohe ein beliebtes Naherholungsgebiet, das zudem ein Refugium für viele seltene Vogelarten wie das Braunkehlchen sei.

Unterwegs zum Schutz der Fledermäuse

Screenshot www.sonntagsblatt.de
Screenshot www.sonntagsblatt.de

Das Evangelische Sonntagsblatt berichtete im September über die Arbeit von Fledermausbetreuerin Birgitte Schütze.

Immer der Nahrung nach

Bekassine auf Nahrungssuche im Teublitzer Weihergebiet (Foto: M. Nowak)
Bekassine auf Nahrungssuche im Teublitzer Weihergebiet (Foto: M. Nowak)
Ein Schwarzhalstaucher, der im Teublitzer Weihergebiet eine Rast einlegt. (Foto: M. Nowak)
Ein Schwarzhalstaucher, der im Teublitzer Weihergebiet eine Rast einlegt. (Foto: M. Nowak)

Mehr als 50 Millionen bayerische Zugvögel verlassen im Herbst ihre Brutgebiete und reisen in den Süden. Warum tun sie das und wie schaffen sie die oft lange Reise?
Hermann Rank aus Maxhütte-Haidhof nahm die Besucher eines Vortrags beim Landes-bund für Vogelschutz, Kreisgruppe Schwandorf (LBV), mit auf die Reise zum "Abenteuer Vogelzug". Und das begann mit einem Storch, der 1822 von einem Pfeil durchbohrt an der Ostseeküste gefunden wurde. Der Pfeil stammte aus Ostafrika und gab den ersten Hinweis darauf, wohin die Vögel im Herbst verschwinden.
Hermann Rank: "Lange Zeit dachte man, die Vögel würden am Grund von Gewässern überwintern. Durch das Beringen von Vögeln und neue Möglichkeiten wie die Satelliten-telemetrie wissen wir heute bei vielen Vogelarten, wo sie den Winter verbringen. Auch ihre Zugstrecken lassen sich so nachvollziehen"

Der Weg ins Überwinterungsgebiet verlange den Tieren enorme Höchstleistungen ab, so Hermann Rank. Aber weil sie im Winterquartier die Nahrung finden, die es bei uns zu dieser Zeit nicht gibt, lohne sich der anstrengende Flug in den Süden. Der sei aber nur mit einem guten Fettpolster zu bewältigen. Hermann Rank: "Die Gartengrasmücke wiegt normalerweise ungefähr 16 bis 18 Gramm. Zur Zugzeit kann sie ihr Körpergewicht verdoppeln. Jeden Tag nimmt sie bis zu 10 Prozent zu."
Dafür brauche es allerdings geeignete Rastgebiete, meinte der stellvertretende Vorsitzende der LBV-Kreisgruppe Schwandorf. Die Flächen, die der LBV besitze, seien für Zugvögel wie eine Tankstelle, an der sie neue Energie für den Weiterflug auftanken könnten. Der Schutz möglichst vieler solcher Gebiete sei deshalb dringend geboten.

Das Teublitzer Weihergebiet im südlichen Landkreis Schwandorf ist bei Zugvögeln ein beliebtes Rastgebiet. Der Schüler Michael Nowak (Gymnasium Burglengenfeld) hat dort eine beeindruckende Vielfalt von Vögeln fotografiert, darunter Arten, die bei uns als Brutvögel mittlerweile sehr selten sind. Leider sind derartig wichtige, allein aufgrund des Vogelzuges überregional be-deutsame Gebiete vielfach bedroht. Bei Teublitz ist es zum Beispiel eine Umgehungsstraße, die mitten durch das Teichgebiet geplant wird. Derzeit läuft ein Raumordnungsverfahren dazu.

Kindergruppe "Schlaufüchse" beim Abfischen an den Langwiedteichen

Screenshot Onetz
Screenshot Onetz

Einen tollen Bericht von Armin Rösch mit vielen schönen Fotos zu der Aktion unserer Kindergruppe gibt es im Onetz.

LBV-Kreisgruppe für lebendige Naab in Schwandorf

 

Für eine lebendige Naab in Schwandorf sprach sich kürzlich der Vorstand des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe Schwandorf, aus. Dr. Josef Paukner, Sprecher der Donau-Naab-Regen-Allianz aus Regensburg, und Karlheinz Baumer, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Kanuverbands aus Schwandorf, informierten im Rahmen einer LBV-Monatsversammlung über Pläne, das obere Schwandorfer Wehr zu einem Wasserkraftwerk auszubauen.
Die Folgen für den Fluss und seine Artengemeinschaften im Bereich der Stadt wären gravierend, erläuterten Paukner und Baumer. Es sei abzusehen, dass zu wenig Wasser durch die Innere Naab in Richtung Schwandorfer Stadtzentrum fließen werde.
Das hätte negative Folgen für die Fischfauna und viele andere Wasserlebewesen. Auch eine Population der seltenen Bachmuschel wäre dann vermutlich in Gefahr.
Josef Paukner: "Die Naab ist ab der Schwarzachmündung bei Schwarzenfeld bis zur Mündung in die Donau durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützt. Das heißt, es gilt ein Verschlechterungsverbot für den Erhaltungszustand der dort gelisteten Lebensräume und Arten. Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen alle Gewässer in einen guten Zustand gebracht werden. Ein Wasserkraftwerk hätte genau die gegenteilige Wirkung."
Die LBV-Kreisgruppe sprach sich dafür aus, die Durchgängigkeit der Naab im Bereich Schwandorf zu verbessern. Ein Wasserkraftwerk lehnte der Vorstand mit seinem Vor-sitzenden Zeno Bäumler aus Wernberg-Köblitz ab. Der zu erwartende geringe Stromertrag würde die ökologischen Schäden nicht aufwiegen. Stattdessen sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Artenvielfalt im und am Fluss zu erhöhen.

Susanne Götte

Blumenwiesenexkursion in Dieterskirchen

Rund 20 Teilnehmer machten mit Werner Schuler einen "Muttertagsspaziergang" und besuchten am 13. Mai die Blumenwiesen der LBV-Kreisgruppe in Dieterskirchen. Hier einige Eindrücke.

Farbenfrohe Blumenwiese (Bild: Götte)
Farbenfrohe Blumenwiese (Bild: Götte)
Breitblättriges Knabenkraut (Bild: Götte)
Breitblättriges Knabenkraut (Bild: Götte)
Blick auf ein Wiesengrundstück des LBV (Bild: Götte)
Blick auf ein Wiesengrundstück des LBV (Bild: Götte)
Anhängliche Eidechse (Bild: Götte)
Anhängliche Eidechse (Bild: Götte)
Gemeines Grünwidderchen (Bild: Götte)
Gemeines Grünwidderchen (Bild: Götte)
Klappertopf (Bild: Götte)
Klappertopf (Bild: Götte)

Gute Aussichten für die Braunkehlchen

Männliches Braunkehlchen (Foto: Baumann)
Männliches Braunkehlchen (Foto: Baumann)
Ganz schön viel Holz! (Foto: Baumann)
Ganz schön viel Holz! (Foto: Baumann)
Jetzt haben die Braunkehlchen die Qual der Wahl :-) (Foto: Baumann)
Jetzt haben die Braunkehlchen die Qual der Wahl :-)  (Foto: Baumann)

Rund 300 Bambusstäbe verschaffen dem Braunkehlchen und anderen kleinen Wiesenvögeln im Schwarzachtal seit kurzem gute Aussichten. Der hübsche kleine Vogel ist vor kurzem aus dem Süden in sein Brutgebiet in der Oberpfalz zurückgekehrt. Er brütet in feuchten Wiesen und baut sein Nest gut getarnt unter Grasbüscheln. Da viele Wiesen entwässert und zudem intensiv genutzt werden, ist die Zahl der Braunkehlchen in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen.

Die Untere Naturschutzbehörde und der LBV wollen gemeinsam die kleine Population von Braunkehlchen im Schwarzachtal fördern. Im Landkreis Kulmbach wurden sehr positive Erfahrungen mit dem Angebot zusätzlicher Sitz- und Singwarten gemacht. Grund genug, dies auch im Landkreis Schwandorf zu versuchen. Mit der Umsetzung wurde der Biologe Thomas Lobinger betraut. Einige LBV-Mitglieder halfen mit, die Stangen zwischen Altendorf-Zangenstein, bei Uckersdorf und bei Schönau in den Boden zu stecken.

Nistkästen mit Überraschungen

Abendsegler - Foto: Paul Baumann
Abendsegler - Foto: Paul Baumann
Haselmaus im Tiefschlaf Foto: Paul Baumann
Haselmaus im Tiefschlaf Foto: Paul Baumann

 

40 Nistkästen hängen rund um den Brücklsee und am Dachsberg. Sie sind für die Schellenten gedacht, denn Baumhöhlen sind rar geworden. Jedes Jahr im Herbst wird kontrolliert, ob die Kästen besetzt waren. Heuer haben in 7 Kästen Schellenten gebrütet. Aber auch andere Tiere schätzen die Nisthilfen sehr: So wurden Abendsegler und mehrere Haselmäuse entdeckt. Eine von ihnen plumpste den überraschten Vogelschützern im Tiefschlaf aus dem Kasten entgegen!

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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